Gründung  -  Projekte 

 

 

Projekt 9704: Umbau Gloria Theater Herten

Das Kino wird in ein Büro- und Geschäftshaus umgewandelt. Dazu wird die Tribüne abgerissen und eine neue Zwischendecke (Geschoßdecke) eingezogen. Dadurch ergibt sich eine andere Lastabtragung. Ein Teil der Lasten wird über neu zu errichtende Einzelstützen abgetragen.

Gründung:

Der vorgefundene Baugrundaufbau ist für die Gründung von Einzel- und Streifenfundamenten geeignet, wobei die Setzungen und Setzungsunterschiede unbedingt zu beachten sind.

Dies ist insbesondere aufgrund der Grundwasserproblematik im Kellergeschoß zu beachten. Für die Setzungsdifferenzen sind entsprechende wasserdichte Konstruktionen zu wählen.

Alternativ können die Fundamentlasten über sogenannte Wurzelpfähle (Kleinbohrpfähle) abgetragen werden. Allerdings stehen die stärker belastbaren Bodenschichten ab etwa 7,0 m unterhalb der Bodenplatte an, so daß sich Pfahllängen von > 10 m ergeben. Daher dürfte diese Gründungsvariante zu kostspielig werden.

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Projekt 9708: Erweiterung St. Raphael-Schule, Recklinghausen

Der Caritasverband Recklinghausen plant die Erweiterung der bestehenden St. Raphael-Schule in Recklinghausen am Börster Weg. Im wesentlichen besteht die Erweiterung aus einem 3- geschossigem Anbau und einer Gymnastikhalle.

Zwei Gründungsmöglichkeiten:

Gründungsvariante I: Tieferführung der Streifenfundamente und freitragende Bodenplatte. Der Vorteil dieser Gründungsvariante ist der geringe Bodenaushub, nachteilig aber der relativ hohe Aufwand für die freitragende Bodenplatte. Insbesondere bei der Aula kann dies sehr kostspielig sein.

Gründungsvariante II: Bodenplatte/Plattengründung auf tragfähigem Untergrund. Besonders wirtschaftlich ist diese Gründungsvariante, wenn das Material der aufstehenden Gebäude (Mauerwerk und Beton) gebrochen und wieder verwendet werden kann.

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Projekt 9414: Sparkasse Lüdinghausen

Die Sparkasse Lüdinghausen plant, das ehemalige Landratsamt an das Sparkassengebäude anzubinden. Dazu ist die Erschließung durch einen zwischengefügten Treppenhaus- und Aufzugsturm vorgesehen. Da es sich bei dem Verbindungsturm um ein relativ schlankes und durch die Nachbarbebauung begrenztes Bauwerk handelt, sind schon kleinere Setzungsunterschiede schädlich.

Zwei Gründungsmöglichkeiten:

Aufgrund der Bodenverhältnisse ist ein Bodenersatz bis zu einer Tiefe von etwa 4,0 m erforderlich. Die Grundbruchsicherheit dieser Fundamente ist ohne spezielle Maßnahmen nicht mehr gegeben. Ähnlich wie bei einer Unterfangung ist daher ein abschnittsweiser Bodenaushub und Verfüllung erforderlich.

Alternativ ist eine Pfahlgründung möglich. Aufgrund der zwischengeschalteten Schluffschichten und der im oberen Bereich nur mitteldicht gelagerten Sande würden sich relativ große Einbindelängen und hohe Kosten ergeben.  Außerdem würde es aufgrund der Platzverhältnisse zu Schwierigkeiten bei der Bauausführung kommen. Daher wurde diese, zunächst vorgesehne, Variante - aufgrund unserer Empfehlung - nicht ausgeführt.

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Copyright © 2002 Baugrundingenieure BGI 
Stand: 27. April 2003